Sie fragen sich, was ein Indianer mit einem Neufundländer zu tun hat?
Wer oder was ist ein Beothuk?
Hier können Sie ein paar Antworten finden:
Die Beothuk waren Indianer. Sie besiedelten einstmals das heutige Neufundland in Kanada und wurden auch die Roten Indianer genannt.
Im Jahre 1497 landete John Cabot mit seinem Schiff in Neufundland und fand in den Grand Banks einen grossen Fischreichtum vor. Die Kunde verbreitete sich schnell und bald erreichten die ersten grossen Fischerflotten in Neufundland.
Hier beginnt die traurige Geschichte der Roten Indianer, genannt Beothuk...
Durch die neue Bevölkerung der Insel Neufundland wurden auch viele Krankheiten mit den Schiffen mitgeschleppt, wie zum Beispiel: Typhus, Pocken etc. Die Ureinwohner Neufundlands, die Beothuk Indianer, litten sehr unter diesen neuen Krankheiten, die sie nicht kannten und auch nicht zu behandeln wussten. Viele der Roten Indianer erlagen diesen neuen Krankheiten und die Zahl der Beothuk verringerte sich im Eiltempo.
Im Jahre 1613 griffen die Briten die französischen Siedlungen auf Neufundland an und zerstörten Port Royal. Die Bekämpfung der Beothuk Indianer wurde nun öffentlich bekannt gegeben und bis zum Jahre 1827 gab es schliesslich keine Beothuk Indianer mehr.
Eine der letzten der Beothuk, Demasduit oder auch Mary März genannt, wurde im März 1819 gefangen genommen und nach St. Johns gebracht. Demasduit starb 1820 auf dem Weg zurück nach Neufundland in ihre Heimat.
Die letzte lebend bekannte Beothuk Indianerin war Shanawdithit. Sie wurde, mit zwei weiteren Indianerinnen, 1823 gefangen genommen. Zwei der Indianerinnen starben bald darauf und Shanawdithit wurde nach St. Lorenz gebracht, wo sie 5 Jahre bei Payton Jr. im gleichen Haushalt lebte.
1828 wurde die letzte der Beothuk Indianer dem Forscher William Cormac, der sie und ihre Sprache studieren wollte, vorgestellt. Traurig, und ohne einen ihrer Brüder- oder Schwester starb Shanawdithit auf der Insel St.John.
Shanawdithit wird als Letzte der Beothuk Indianer genannt...
Die Beothuk Indianer waren Fischer und Jäger. Wie viele andere Indianer lebten sie in ihren Tipis und hielten sich auch Hunde. Diese Hund wurden von ihnen gebraucht um Fische und Wild zu jagen, aber auch um grosse Lasten, wie Baumstämme und um die Fischerboote an Land zu ziehen.
Im Jahre 1732 wurde dieser Hund mit dem Beinamen "Bärenhund" so beschrieben:
"Der Bärenhund ist von sehr grossem Wuchs, ruhigem Gang, dabei sehr wachsam. Er ist ein aussergewöhnlicher Schwimmer, der die Kraft in sich trägt,
ein Schiff an Land zu ziehen und seine Stimme ist donnernd."
Der Neufundländer wurde im 17. Jahrhundert nach Europa exportiert und gewann mit seiner Grösse und seinem Charme immer mehr an Beliebtheit. Der berühmte Maler "Sir Edwin Landseer", 1802 - 1873, malte einen weiss - schwarzen Neufundländer mit einem von ihm geretteten Kind. Von diesem Moment an war der Neufundländer und sein weiss - schwarzer Bruder, der Landseer Neufundländer in aller Munde.
Es gibt noch vieles über die Beothuk und ihren "Bären" zu berichten. So vieles ist unklar und widerspricht sich in den Geschichtsbücher über Neufundland und deren Ureinwohnern, doch ich persönlich finde die Legende des Neufundländers am passendsten, um die Geschichte der Beothuk Indianer und ihrem Freund den "Bären" zu erzählen...
Dort, wo sich die Wellen des Ozeans an der Felsküste der brodelnden See brechen, wurde eine Legende geboren.
Diese Legende erzählt, dass als Gott sich anschickte sein Werk zu betrachten, er plötzlich auf einer sturmgepeitschten Insel ein kleines Volk von Fischern erblickte.
Diese einfachen Menschen kämpften tapfer gegen die unwirtliche Natur, aber das Eis des Winters und die gefährlichen Küsten besiegten sie einstweilen.
Immer wieder forderte das Meer Menschenleben als Opfer. Trotzdem blieben sie auch dieser Insel mit einer Hartnäckigkeit verwurzelt, die nur ihrem Mut gleichkam.
Gott sah es, hatte Mitleid und überlegte, wie er das Leiden dieser Fischer erleichtern könnte.
Also beschloss er, ein neues Wesen zu schaffen...
Zunächst wählte er den Körper eines Bären, sein mächtiger Knochenbau eignete sich für die harten Anstrengungen besonders, sein dichtes Fell würde es auch ermöglichen,
der bitteren Kälte zu widerstehen.
Dann überlegte er, die harten Konturen des Bären durch die geschmeiderigen des Seehundes aufzulockern,
damit das Tier auch schwimmen und schnell durch die Wellen gleiten könnte.
Als er seinen Blick aufs Meer richtete, traf er Delfine, die den Schiffen schnell und neugierig folgten.
Ihre kleinen fröhlichen Augen enthüllten ihre heitere Seele, die Delfine liebten den Menschen so sehr,
dass sie ihm auch das Leben retteten.
Sie durfte Gott bei der Erschaffung des neuen Geschöpf nicht vergessen.
Er formte und formte, und siehe, dank wunderbarer Schöpferkraft entstand ein prächtiges Tier mit leuchtendem Fell,
zur selben Zeit kraftvoll und sanft.
Dieses Wesen musste aber auch unter allen Bedingungen Treue zeigen, nahe beim Menschen leben können und bereit sein, sein Leben für ihn zu opfern.
Deshalb legte Gott ihm das Herz eines Hundes in die Brust - und das Wunder war vollbracht!
Seit jenem Tage lebte zur Seite der Menschen des Meeres ein mutiger, starker und treuer Begleiter - der Neufundländer.

Indian Bear Beothuk`s Abraham Lincoln
 |